Dragon Blade: When the eagle meets the dragon

Am ersten Zusatztag der Themenwoche habe ich für euch „Dragon Blade: When the eagle meets the dragon“ geschaut. Wie es leider so ist: Man kann nicht immer Glück haben. Nachdem ich in er Hauptwoche mehrere wirklich tolle Filme gesehen habe, war ich diesmal weniger überzeugt.

Dragon Blade6

Huo An hat seit seiner Kindheit den Traum, Frieden über die Seidenstraße zu bringen und alle Völker dort als Freunde vereint zu sehen. Nach Jahren der Mühe geht dann jedoch etwas schief und Huo An und seine Männer werden als Sklaven dazu verdonnert, beim Wiederaufbau einer alten Festung mitzumachen. Genau dann greifen die Römer an, doch Huo An kann ein Unglück abwenden und verbündet sich sogar mit Lucius.

Meine Bewertung: Sterne-2b

Ich habe wirklich eine Weile überlegt, ob ich dem Film wirklich nur zwei Sterne geben sollte oder doch lieber noch drei. Ich will nicht wirklich behaupten, dass der Film schlecht ist. Er hat gute Kampfszenen, sieht nett aus, ist auch recht realistisch (Abgesehen davon, dass Römer und Parther Englisch sprechen, während die Völker der Seidenstraße ihre eigenen Sprachen haben und untereinander Chinesisch reden. :p ) und hat durchaus auch seine emotionalen Momente.
Dragon Blade8Es gab aber auch ein gravierendes Problem: Ich fand ihn langweilig. So gähnend langweilig sogar, dass ich etwas getan habe, was ich sonst nie mache und nebenbei den Roman weitergelesen habe, den ich neulich angefangen habe. Das Schlimmste dabei ist, dass mir im Film derweil nicht mal etwas entgangen ist.

Vielleicht bestand das Problem zum Teil auch darin, dass der Film halb auf Englisch und halb auf Chinesisch war. Das macht zwar durchaus Sinn, ich habe es aber doch als etwas störend beim Schauen empfunden.

Nicht weniger hilfreich ist die Tatsache, dass die Handlung super langsam voranschreitet. Erst nach etwa einem Viertel des Films kam das erste Mal so etwas wie Spannung auf, die aber schnell wieder vorbei war und Bildern vom Bauen einer Stadt wichen. Einer schönen Stadt, aber Dramatik sieht anders aus. Dazu gab es dann noch den Aufbau einer scheinbar innigen Männerfreundschaft mit leichten Kommunikationsbarrieren, die wirklich tiefgreifende Diskussionen verhindert haben (etwas, das ich persönlich sehr an Filmen schätze, also, die Diskussionen …).
Wirkliche Spannung kam für mich eigentlich erst in der letzten halben Stunde auf und die bestand zum Großteil eigentlich auch nur aus Kämpfen … die mir zu allem Überfluss auch noch als etwas zu aufgesetzt vorkamen.
So leid es mir tut, aber von wenigen Momenten abgesehen, kann ich den Film einfach nicht als emotional tiefgehend ansehen.

Um noch etwas Positives zu sagen: Ich mochte die Musik ganz gern. Also, die chinesische Musik wie das „Lied des Friedens“. Die römische verstehe ich ebenfalls (auch wenn sie persönlich nicht so meins ist), aber die Oper von Mozart am Anfang … Ah, lassen wir das lieber.

„Dragon Blade: Where the eagle meets the dragon“ ist ein Film, der mich schlicht und ergreifend nicht überzeugen konnte. Die einzigen guten Punkte, die ich erkennen kann, sind eine tolle Optik und nette Musik. Die Geschichte, die der Film erzählt, hat mich allerdings gelangweilt. Hier hat mir einfach Tiefe gefehlt, mehr zu den Figuren, mehr Dramatik, mehr sinnvolle Handlung.
Würde man die (in meinen Augen komplett sinnfreie) Rahmenhandlung herausschneiden, innerhalb des Films noch einige Längen kürzen (ein paar kurze Bilder Stadtaufbau würden mir z.B. reichen, das brauche ich nicht öfter und nicht länger), dann fände ich den Film gar nicht schlecht. Mir hätte schlicht und ergreifend die Hälfte des Films gereicht.
Ich denke aber, wer sich eventuell neben China auch noch für das Römische Reich, die Seidenstraße oder ganz allgemein für Geschichte interessiert, könnte diesen Film gut finden. Allen anderen würde ich allerdings nicht zu „Dragon Blade“ raten.

Flying Swords of Dragon Gate

Nachdem ich euch gestern in der Themenwoche „House of Flying Daggers“ vorgestellt habe, geht es heute mit „Flying Swords of Dragon Gate“ weiter. Einem Film, der ebenfalls eher historisch anmutet.

Flying Swords of Dragon Gate2

Zhao Huaian hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die Gerechtigkeit zu kämpfen und kommt dabei auch Inspektor Yu Huantian in die Quere, mit dem er bereits öfter aneinander geraten ist. Die Lage spitzt sich zu, als er herausfindet, dass dieser eine Frau verfolgen lässt, die aus dem Palast des Kaisers geflohen zu sein scheint. Ihr Weg führt alle Beteiligten zum Drachentor.

Meine Bewertung: Sterne-4b

 

Auch „Flying Swords of Dragon Gate“ ist ein Film, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Hier findet sich wieder eine spannende und schön gestaltete Geschichte, die ich mir gern angesehen habe. Wenn ich den Film allerdings mit „House of Flying Daggers“ vergleiche, muss ich doch sagen, dass mir letzterer eine SPur besser gefallen hat.
Der Grund hierfür sind vermutlich die Figuren:

  • Zhao Huaian: Jet Li
  • Ling Yanqiu: Zhou Xun
  • Yu Huatian: Chen Kun

Flying Swords of Dragon Gate7Sowohl Zhao Huaian, als auch Yu Huatian und Ling Yanqiu sind interessante Figuren, die durchaus das Potential haben, eine Geschichte aufzubauen. Gerade Zhao Huaian und Ling Yanqiu, denen man eine Hintergrundgeschichte und ein paar Konflikte anmerkt, haben mir hier auch sehr gut gefallen.
Flying Swords of Dragon Gate6Yu Huatian als ihr Gegenspieler allerdings war zwar grundsätzlich toll anzusehen, war mir als Figur aber nicht ganz tief genug. Ich bin tatsächlich nicht ganz sicher, was in diesem Film eigentlich sein Ziel war. Also, sein großes Ziel und nicht nur, Zhao Huaian zu töten. 😀 Ich muss ihm allerdings lassen, dass er trotz dieser in meinen Augen fehlenden Motivation eine tolle Darbietung geliefert hat. Tatsächlich fand ich ihn so gut, dass ich mir ein paar mehr Szenen mit ihm gewünscht hätte und jetzt sofort nachsehen möchte, in welchen Filmen der Schauspieler noch dabei ist, damit ich mir die auch gleich noch ansehen kann. 😀

Von diesen drei Figuren abgesehen gab es außerdem zig Nebenfiguren, deren Namen ich auch am Ende des Films nicht kenne, ganz zu schweigen davon, dass ich ihnen großartige Charakterzüge oder irgendeine Geschichte zuordnen könnte. Tatsächlich fiel es mir bis etwa zur Hälfte des Films schwer, mir zusammenzureimen, wer zu wem gehört, wo sich wer befindet, und wie all das zusammenhängt, was mir dort gezeigt wird.

Die Charaktere finde ich also eher durchwachsen, trotzdem schafft der Film es, mir die Geschichte glaubhaft zu machen und mich dran bleiben zu lassen. Eventuell erwarte ich, was Figuren angeht, auch einfach zu viel, weil ich in letzter Zeit vor allem Serien gesehen habe, in denen natürlich viel mehr Raum für Charakterisierung und Hintergrundgeschichten bleibt.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, sind die Kulissen. Die Landschaften, durch die die einzelnen Figurengruppen reisen, haben es mir sofort angetan.

Auch die Kostüme empfand ich – von einigen Ausnahmen abgesehen – wirklich passend. Sie sind nicht wirklich ausgefallen, sondern eher praktisch, aber gerade dadurch auch glaubhaft.
Insbesondere, da der Film durchaus auch seine Martial Arts-Szenen hat, bei denen ich mich in manch anderen Filmen schon frage, ob andere Kleidung nicht angebrachter gewesen wäre. 😀
Was das angeht, fand ich „Flying Swords of Dragon Gate“ im Übrigen etwas … sehr weit hergeholt. Natürlich erwartet niemand bei den Martial Arts in Filmen Realismus, aber bei diesem Film empfand ich es ab und an doch als arg übertrieben. (Nein, ich glaube nicht daran, dass zwei Schwertkämpfer in einen Wirbelsturm rennen, dabei irgendwie in einem davon fliegenden Haus landen, und versuchen weiterzukämpfen.) Aber na ja, Yu Huatian sieht gut dabei aus, also warum sollte ich mich beschweren? 😀

Alles in allem ist „“Flying Swords of Dragon Gate“ für mich ein spannender Film, den ich durchaus auch wieder mal zur Hand nehmen würde. Ich hätte mir zwar an der ein oder anderen Stelle etwas mehr zu einzelnen Figuren gewünscht und dafür lieber auf die ein oder andere Nebenfigur verzichtet, aber das tut der Geschichte an sich keinen Abbruch.
Zusammen mit schönen Kulissen und Kostümen (Hätte es nicht auf der DVD-Hülle gestanden, hätte ich aber niemals gedacht, dass der Film aus dem Jahr 2011 ist. Ich hatte das Gefühl, etwas wesentlich Älteres vor mir zu haben. Aber vielleicht ist auch einfach meine Hardware schlecht? *grübel* Dasselbe Gefühl hatte ich bei „House of Flying Daggers“ auch schon, aber der ist zumindest von 2003, was gefühlt ja schon eine Ewigkeit zurückliegt.), sowie – wie ich finde – charismatischen Schauspielern schafft der Film es so zwar nicht ganz unter meine Highlights, ist aber trotzdem etwas, das ich weiterempfehlen würde.

Princess Agents

An Tag 6 der Themenwoche rund um Zhao Zanilia und als mein Highlight für diese Woche möchte ich euch die Serie „Princess Agents“ vorstellen. Und nein, entgegen des Titels ist die Serie nicht einfach nur romantisches Geplänkel, sondern hat sogar einen sehr hohen Anteil an Drama und Tragik.
Wenn ich mich entscheiden müsste, was meine chinesische Lieblingsserie ist, stünde „Princess Agents“ sehr weit oben auf meiner Liste, wenn sie es nicht sogar auf Platz 1 schafft.

Princess Agents_Chu Qiao-Yuwen Hao

Chu Qiao landet nach einem Kampf im Wasser, ertrinkt beinahe und wacht schließlich als verurteilte Dienerin ohne jede Erinnerung auf. Bevor sie Zeit hat, sich in der fremden Umgebung zu orientieren, landet sie mit einer Gruppe anderer Frauen auf einem Jagdgrund. Sie schafft es als einzige zu überleben und kommt so in den Dienst von Yuwen Yue, der glaubt, gute Verwendung zu haben. Doch nicht nur, dass dessen Cousin Yuwen Huai versucht Chu Qiao loszuwerden, auch Yuwen Yue scheint nicht unbedingt ein Freund zu sein.

 

Figuren & Besetzung

  • Chu Qiao / Xing’er: Zhao Zanilia
  • Yuwen Yue: Lin Geng Xin
  • Yan Xun: Dou Shawn

„Princess Agents“ ist (fast schon ausnahmsweise, muss ich wohl sagen 😀 ) eine Serie, die ich mal nicht vorrangig wegen der Charaktere schaue. Stattdessen ist es hier vor allem der Plot, der mich angezogen hat. Trotzdem sind die Figuren natürlich interessant und machen auch einen Teil der Faszination für diese Serie aus. 😉

Princess Agents_Chu Qiao13

Chu Qiao – oder Xing’er, wie sie die meiste Zeit über in der Serie heißt – wird von einer Martial Arts-Expertin zu einer Dienerin, zu einer Spionin, zur Rebellin und schließlich zur Freiheitskämpferin.
Man kann sich vorstellen, was das für eine Wandlung innerhalb der Serie bedeutet.
Was mir hier wirklich gut gefallen hat, ist, dass jeder dieser Wechsel sehr gut naxhvollziehbar ist: Sie verliert ihr Gedächtnis und damit einen Großteil ihrer Fähigkeiten (Was ich wahnsinnig logisch finde! Sicher behält man Grundlagen einer physischen Fähigkeit, auch wenn man theoretisch nicht weiß, wie es geht, aber die schwierigeren Dinge? Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen und fand daher gut, wie es in der Serie gehandhabt wurde. Man merkt hier einfach den Unterschied zwischen instinktiven Handlungen und den Momenten, wo sie etwas tun soll und dann nicht hinbekommt.), dann erhält sie Yuwen Yues Angebot und versucht ihrer Familie zu helfen, findet in Yan Xun eine Art Seelenverwandten, dem es nicht viel besser ergeht als ihr und schließt sich ihm an. Dann allerdings kommt ihre Vorstellung von moralischem Handeln in die Quere dieser Beziehung.
Ich habe etliche Zuschauer der Serie online diskutieren sehen, dass sie fanden, dass Figuren unmotivierte Änderungen durchmachen. In Chu Qiaos Fall finde ich nicht, dass das zutrifft. Auch in den anderen Fällen finde ich, dass zumindest im Ansatz Gründe vorhanden waren und die Änderungen maximal etwas zu heftig waren, als dass man sie einfach schluckt.

Neben Chu Qiao gibt es natürlich noch die beiden männlichen Hauptfiguren: Yuwen Yue und Yan Xun.

Princess Agents_Yuwen Yue7Yuwen Yue gehört einmal mehr zu der Gruppe männlicher Figuren, die ich eigentlich nicht mag: Zeigt keine Emotionen, hat keine Gesichtsregungen und was erwarte ich eigentlich?
Aber wisst ihr was? Er gefällt mir! Und das sogar sehr, was ausnahmsweise mal nichts mit seiner Optik zu tun hat. 😂 Nein, einmal mehr hat „Princess Agents“ (oder der Roman, auf dem die Serie basiert) hier einfach einen wahnsinnig guten Job dabei gemacht, seinen Charakter zu motivieren. Seine Familiengeschichte, seine Aufgaben und seine Probleme werden einfach so glaubhaft dargestellt, dass ich augenblicklich nachvollziehen konnte, wieso er so geworden ist.
Ich gebe zu, ich habe gar keine sooo hohen Ansprüche an Figuren und nehme viele Sachen auch einfach mal so hin. Aber diese Serie hat mich gerade deshalb so begeistert, weil in meinen Augen einfach alles so schön zusammenpasst.

Princess Agents_Yuwen Yue8Aber zurück zu Yuwen Yue: Ich konnte quasi zuschauen, wie er sich verliebt. 😀 Und ich konnte genauso zuschauen, wie er anschließend mit sich ringt, weil … verdammt, er ist in einer schlechten Situation.
Seine Situation ist vor allem so schlecht, weil Chu Qiao es nicht schafft, sich aus Problem herauszuhalten. Und dadurch entstehen etliche Konflikte in der Serie, die ich wirklich großartig fand. Chu Qiao bringt Yuwen Yue immer wieder in schwierige Lagen und jedes Mal sieht man ihn mit sich ringen, wie zur Hölle er jetzt seine Augabe erfüllen und sie gleichzeitig beschützen kann. Und darauf, eine passende Lösung zu finden, verwendet er wirklich jede Menge Energie.
Ah, was für ein toller Mann! ♥

Princess Agents_Yan Xun7Ja, und dann gibt es natürlich noch Yan Xun. Auch Yan Xun ist toll, sonst wäre die Serie ja nur halb so spannend. 😀 Ich muss gestehen, dass ich persönlich Yuwen Yue von Anfang an bevorzugt habe und mir Yan Xun anfangs sogar etwas auf den Keks ging. Ich empfand ihn schlicht und ergreifend immer als etwas … aufdringlich. So ähnlich wie Prinzessin Chun, nur nicht ganz so schlimm. 😂 (Wenn ich eine weibliche Figur nennen muss, die ich wirklich hasse, dann ist es Chun’er, wirklich. Für alle, die die Serie noch nicht gesehen haben: Stellt euch eine junge Frau mit klein-Mädchen-Stimme vor, die es gewöhnt ist, immer ihren Willen zu bekommen, nie über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenkt und immer anderen die Schuld gibt, wenn etwas schiefgeht. Dann habt ihr in etwa eine Vorstellung davon, was ich von Prinzessin Chun halte. 😀 )
Yan Xun allerdings hat sich im Lauf der Serie bei mir beliebter gemacht, was sicher auch viel damit zu tun hat, dass er tatsächlich immer versucht hat, Chu Qiao zu helfen und immer für sie da war. Ich muss ihm also immerhin lassen, dass er sehr loyal ist. Dass er jede Menge Humor hat, kam mir auch entgegen, da „Princess Agents“ sonst eine eher ernste Serie ist und er das Ganze doch etwas aufgelockert hat.
Ich gehöre trotzdem ins Camp Yuwen Yue. 😜

Von den dreien mal abgesehen gibt es viele andere Charaktere, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Einige davon sind noch in lose Handlungsstränge verstrickt, die dann hoffentlich in Staffel 2 irgendwann mal beendet werden. 😀
Einige dieser Figuren – zum Beispiel Yue Qi, He Xiao und Zuo Man Cang – haben es mir wirklich sehr angetan und ich würde gern mehr von ihnen sehen, wenn Staffel 2 irgendwann (hoffentlich) kommt.

 

Kostüme & Kulisse

„Princess Agents“ ist mal wieder eine dieser Serien, die keine sonderlich ausgefallenen Kostüme oder Schauplätze hat, sondern alles ziemlich praktisch gestaltet. Hier darf man also nichts allzu besonderes erwarten. Ich fand aber alles optisch ansprechend und vor allem nicht ablenkend. (Ich habe ja manchmal bei anderen Serien das Bedürfnis auf Pause zu drücken, nur um eine Weile irgendein Kostüm zu betrachten. 😀 )

 

Soundtrack

Während ich die Serie optisch als gut, aber nicht unbedingt aus der Masse herausstechend empfand, ist der Soundtrack etwas, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Das Opening Gaze ist eher modern und gab für mich schon beim ersten Hören einen kleinen Hinweis auf die Spannung und auch Action, die mich in der Serie immer wieder erwartet hat. Ein schöner Bonus: Das Opening wird unter anderem von Zhao Zanilia selbst gesungen.

Das Ending Burning Heart hat bei mir ehrlich gesagt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das allerdings spricht ungemein für die Serie, ich war nämlich nach den Folgen jedes Mal zu gespannt darauf, was wohl als nächstes passieren wird, als dass ich die Geduld aufgebracht hätte, das Ending zu hören. 😀

Star and Moon ist einer der eher ruhigen Titel der Serie und passt sich als Duett so wundervoll in die Serie ein, dass ich mich jedes Mal wieder dahin zurückversetzt fühle, wenn ich ihn höre. ♥ Genauso ergeht es mir mit Unable to learn, das genauso ruhig ist. Wenn man bedenkt, wie viel Drama und Spannung die Serie beinhaltet, sollte das vermutlich nicht passen, aber gerade weil all diese Dinge passieren, sind es vielleicht gerade die ruhigen Momente, die ich besonders intensiv fand.

Die Theme Songs für die einzelnen Figuren sind mir (wie ich leider zugeben muss 😅) überhaupt nicht in Erinnerung geblieben. Selbst nachdem ich sie gerade auf YouTube gehört habe, erscheinen in meinem Kopf nur große Fragezeichen. Ernsthaft, kamen die Songs überhaupt in der Serie vor? 🙈
Einzige Ausnahme ist hier Yan Xuns Theme Song Because of a Person, mit dem es mir genauso ergeht wie mit Star und Moon und Unable to learn. Was eigentlich idiotisch ist, da ich doch eindeutig zu Yuwen Yues-Lager gehöre. 😂 Aber dieser Song ist einfach so wunderschön und ruft jedes Mal die Tragik von Yan Xuns Geschichte in mir hervor, dass ich augenblicklich anfangen will zu heulen, wenn ich ihn höre. 😭

 

Mein Fazit

„Princess Agents“ war die erste chinesische Serie, die ich direkt mit der Erstausstrahlung zu schauen begonnen habe. Ja, es war sogar die Serie, für die ich an einem Tag, an dem ich später zur Uni musste, zwei Stunden früher aufgestanden bin, um die frisch gesubbten Folgen noch vorher anschauen zu können. Und es war auch die Serie, bei der ich mir nach einem langen Uni-Tag noch die Zeit genommen habe, schon mal in die neuen Folgen reinzuschauen, ganz egal wie wenig ich verstanden habe.

Zu sagen, dass „Princess Agents“ meine Lieblingsserie ist, wäre wohl nicht ganz falsch. 😂 Entsprechend wird es wohl auch nicht verwundern, dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehle.
Damit stehe ich wohl auch nicht ganz allein, schließlich hat „Princess Agents“ mehrere Rekorde gebrochen, was die Rezeption durch das Publikum angeht. 😉

Sicher, es gibt lose Handlungsstränge und viele, viele, viele Fragen sind nicht beantwortet, aber man muss bedenken, dass die Serie nur die Adaption der ersten Hälfte eines Romans ist. Hätte man alles beantwortet, wäre das eher merkwürdig.
Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, was in der zweiten Staffel passieren wird und hoffe, dass ich nicht zu lange darauf warten muss, bis endlich bekannt gegeben wird, ob und wann es diese zweite Staffel hoffentlich geben wird.

Staffel 1 hat mich mit der interessanten Storyline und den dreidimensionalen, gut motivierten Figuren jedenfalls völlig in ihren Bann gezogen. Gerade die Geheimnisse, die die Serie lange lässt und immer noch hat, machen vielleicht auch ihren Reiz aus.
Die gut 40 Stunden, die man in dieses Drama investiert (Es hat über 50 Folgen und jede ist etwa eine Dreiviertel Stunde lang.), sind nach meinem Dafürhalten keine vertane Zeit.
In der Mitte hatte ich auch einen kurzen Hänger und musste etwas Pause machen, aber das hat sich schnell wieder gelegt und sonst war ich immer voll dabei. Die Serie hat Spannung, aber auch jede Menge Emotionen, die nicht zuletzt durch die Hintergrundgeschichten der Figuren zustande kommen.

Ich für meinen Teil wünschte, der zugrundeliegende Roman wäre vollständig übersetzt, denn die Geschichte hat es mir wirklich angetan. So suche ich einfach alles an übersetzten und zusammengefassten Schnipseln zusammen, was ich finden kann.
Ja, „Princess Agents“ ist definitiv eine Serie, die ich zwei- oder auch dreimal schauen würde.

The Legendary Master’s Wife

Today I’d like to write about one of my favorite bl novels: „The Legendary Master’s Wife“ which is a mixture of bl and cultivation novel. Atm more than two thirds of the novel have been translated into English and there are daily updates so the novel will probably be completed next year.

 

What is „The Legendary Master’s Wife“ about?

You Xiao Mo trasmigrates into a foreign world where he becomes a preliminary student at an academy for practitioners and alchemists. Since he doesn’t know anything about this strange world he hurls himself into studying to become a full-fledged student.
It seems like things are going well for him but then he finds out that Ling Xiao – one of the best practitioners of the academy – isn’t the same person anymore. To save his life, You Xiao Mo makes a deal with Ling Xiao without an inkling of what that will entail 😏

 

My opinion

Transmigration probably isn’t the most supenseful idea (maybe it was many, many years ago 😁) and neither are the typical practitioner- and alchemy-academy plots anything new.
So why should you read this novel? Because a) you don’t have these things that often with a bl part yet and b) You Xiao Mo and Ling Xiao are quite refreshing.

You Xiao Mo is one of those protagonists who got a little too much talent and levels up in passing while everyone else has to work hard. But on the other hand, you won’t encounter all these other strange coincidences like metting some helpful old master or finding mystical artefacts and such things. Well, he has Ling Xiao for that, I guess 😁
Alright, he has his own special dimension but other than that he does work, too. It’s not all just talent and luck.
His personality is quite endearing, too. He’s neither an overly intelligent manipulator nor an idiot who has to be permanently saved. He’s actually doing things himself instead of just relying on his male lead. Another refreshing thing about LMW was that there wasn’t that always present revenge-thing going on. It was just You Xiao Mo advancing and spending time with Ling Xiao and being confronted with a problem every now and then.

Ling Xiao is … well, sometimes I don’t know if I should like him or not. He’s a little too pushy for me every now and then and even though he seems to love You Xiao Mo very much I sometimes feel like there isn’t much mutual respect between them. Well, maybe Ling Xiao just has a strange way of showing his love.
It’s nice having him around, though, because there are some mysteries surrounding him that are creating a lot of suspense.

There is another thing I like about this novel: There are always some surprises in „The Legendary Master’s Wife“ that I could never have predicted before.

 

All in all …

„The Legendary Master’s Wife“ is a good novel that I enjoyed reading. The characters are well fleshed-out, the world that You Xiao Mo transmigrates to is interesting and explained comprehensible and the plot isn’t all coincidences and cheats but instead logical and (mostly) the result of hard work.
And yes, even though I don’t always like Ling Xiao because of his personality, he and You Xiao Mo and for the most part a cute couple. The really nice thing about their relationship is also that it develops bit by bit. Something I’m missing in a lot of other novels.

Enchantress Amongst Alchemists

Bevor es in der Musikwoche heute Abend mit Sa Ding Dings zweitem Album weitergeht, möchte ich euch jetzt erstmal ein weiteres meiner Highlights vorstellen: den Webroman „Enchantress Amongst Alchemists: Ghost King’s Wife“ von Xiao Qi Ye.

Tatsächlich habe ich den Roman gerade erst gestern entdeckt oder besser gesagt angefangen. 😀 Er hat mich aber gleich so gefesselt, dass ich mittlerweile schon mehr als die ersten hundert Kapitel gelesen habe und es mir noch immer nicht langweilig wird. Deshalb finde ich, dass sich der Roman seinen Platz in der Highlight-Rubrik redlich verdient hat. 😉

Ein Grund, aus dem ich Webromane und Online-Übersetzungen mittlerweile sehr gern mag (ursprünglich war ich eher eine Print-Leserin), ist, dass nicht nur die Werke selbst Spaß machen, sondern auch die Interaktion in der Leser-Community. Selbst kommentiere ich zwar selten, ich lese aber immer gern, was andere zu den Kapiteln denken, wie ihnen die Figuren oder die Idee eines Romans gefallen und was sie an Vorhersagen zu den weiteren Entwicklungen denken. Ab und an ist bei diesen Kommentaren auch mal so etwas wie eine Empfehlung zu ähnlichen Werken dabei oder jemand erzählt einfach davon, was er noch so liest. In vielen Fällen merke ich sofort: Ja, das wäre auch etwas für mich!

So ähnlich war es auch mit „Enchantress Amongst Alchemist“, aber immer der Reihe nach:

 

Zum Inhalt

Mu Ru Yue wird als älteste Tochter der Fammilie Mu wiedergeboren, muss aber sofort feststellen, dass sie dort wenig willkommen ist. Der Grund: In ihrem Königreich gilt das Gesetz des Stärkeren, doch Mu Ru Yue hat kein Talent für Martial Arts.
Wie in den meisten Romanen dieser Art, stellt sich schnell heraus, dass dem nicht so ist: Sie wurde lediglich vergiftet und hat stattdessen ein außergewöhnliches Talent. Mu Ru Yue löst ihr Problem und beginnt ihren Weg zur Spitze der Gesellschaft. Dabei bleiben ein bisschen Romantik, Eifersucht (auf die Romantik und ihr neuentdecktes Talent) sowie Familiendramen und Intrigen natürlich nicht aus.

Als ich die Zusammenfassung für den Roman gelesen habe, war ich zuerst nicht sicher, ob ich ihn überhaupt anfangen soll. Noch eine Wiedergeburt? Schon wieder eine Frau, die jemanden ersetzt, der nichts kann, und dann aufgrund der Erfahrungen ihres früheren Lebens alle Erwartungen auf den Kopf stellt?
Ich lese zwar noch nicht so lange Übersetzungen aus dem Chinesischen, aber selbst mir ist nichts davon neu. Wäre dieser Roman nicht in den Kommentaren eines anderen Werks erwähnt worden, das mir wirklich gut gefallen hat, und das zusammen mit anderen Romanen, die ich ebenfalls gelesen hätte, ich hätte „Enchantress Amongst Alchemists“ wohl verpasst. Ah, danke an die Leser, die immer fleißig einwerfen, was sie sonst noch lesen. Ich bereue es wirklich nicht.

Was ist es, das diesen Roman trotz der wirklich generischen Idee so interessant für mich macht? Ich glaube, die Antwort liegt in den Figuren.

 

Die Figuren

In den ersten 100+ Kapiteln, die ich bisher gelesen habe, liegt der Fokus ganz klar auf Mu Ru Yue. Sie ist es, der man als Leser die meiste Zeit folgt. Was mir an ihr gefallen hat, war ihre recht … normale Art. Viele der Protagonisten dieser Weltenwechsel-Romane nehmen sich vor, Rache für den Vorbesitzer ihres Körpers zu nehmen. Es folgen eigene Intrigen, eine Zuspitzung der Konflikte und jede Menge Drama, die sich die Protagonisten meines Erachtens selbst aufladen. (Oft auch die Stellen, an denen ich Romane abbreche. 😀 )
Mu Ru Yue ist anders. Sie geht den Konflikten erst einmal aus dem Weg, sammelt ihre Kräfte und beginnt sich ein neues Leben aufzubauen. Ja, auch in diesem Roman kommen ihr natürlich die Erfahrungen ihres früheren Lebens zugute. Ehrlich gesagt wäre ich auch etwas enttäuscht, wäre das nicht der Fall gewesen. 😀 Mu Ru Yue begibt sich aber im Gegensatz zu anderen Protagonistinnen nie auf die Ebene ihrer Kontrahentinnen herab. Intrigen? Hat sie nicht nötig. Und das finde ich wirklich erfrischend.
Statt an das Leben des Vorbesitzers ihres neuen Körpers zu klammern, schafft sie sich ihr eigenes. Natürlich lassen die früheren Bekanntschaften sie nicht einfach ziehen, wodurch trotzdem jede Menge Spannung aufkommt. Mu Ru Yue ist aber in meinen Augen wesentlich rationaler als viele andere Protagonistinnen, die ich bisher so gesehen habe (Ausnahmen gibt es und die werden noch oft genug in den Highlights landen 😀 ). Ihr auf ihrer Reise zu folgen, hat mir deshalb auch Spaß gemacht und wird es wohl auch weiterhin.

Neben Mu Ru Yue gibt es außerdem noch eine Menge anderer interessanter Figuren:

  • Yan Jin, den Mu Ru Yue schon fast zu Beginn als Helfer … ‚gewinnt‘ 😀 … und der leider in den ersten 100 Kapiteln wenig Präsenz zeigen darf 😦 Trotzdem ist Yan Jin von Beginn an eine meiner Lieblingsfiguren und ich bin gespannt, was er in Zukunft noch zeigen wird. 😉
  • Ghost King Ye Wu Chen, der – wie euch der vollständige Titel vermutlich schon verraten hat 😉 – der männliche Protagonist dieses Webromans und sicher nicht so simpel ist, wie es anfangs scheint
  • Bai Ze, der noch wesentlich mysteriöser ist als Ye Wu Chen und mich wirklich neugeirig darauf macht, wie die Hintergrundgeschichte des Romans sich noch entwickelt, die alles andere als das Klischee zu sein scheint, das der Beschreibungstext des Romans vermuten lässt.

Mir würden spontan noch jede Menge anderer Figuren einfallen, die alle auf ihre Art besonders sind, aber wenn ich noch mehr schreibe, fange ich vermutlich an zu spoilern. 😀 Nur eine Bemerkung sei mir noch erlaubt: Selbst Mu Ru Yues Widersacher sind nicht völlig eindimensional und dass man ab und an auch in ihre Perspektive schlüpft, verleiht der Geschichte noch etwas mehr Tiefe.

 

Fazit

Ich glaube, es ist ziemlich offensichtlich: „Enchantress Amongst Alchemists“ konnte mich zwar mit dem Beschreibungstext nicht angeln, hat mich aber von der ersten Seite an gefesselt. Der zugegebenermaßen recht generische Plot wird durch die einzigartigen Figuren und Hinweise auf eine Hintergrundgeschichte, die nicht ganz so einfach ist, aufgewertet.

Die Kapitel des Romans sind recht kurz, weshalb er sich gefühlt schnell lesen lässt. Aber auch inhaltlich wird es nicht langweilig, weil der Webroman im Gegensatz zu anderen nicht die Angewohnheit hat, Dinge, die einfach sein könnten, unnötig zu verkomplizieren. Wird etwas angesprochen, passiert es in der Regel auch fast sofort oder wird zumindest immer wieder in Erinnerung gerufen, sodass die wichtigen Dinge immer präsent bleiben.

Wenn es eines gibt, das ich kritisieren müsste, wäre es, dass der Roman zumindest in den ersten 100+ Kapiteln gefühlstechnisch eher neutral bleibt: Weder konnte ich bisher über etwas lachen, noch ging mir irgendetwas so nahe, dass ich das Gefühl hätte, es würde sich lohnen zu weinen. Vielleicht ist es dafür aber – gerade in Anbetracht der kürzeren Kapitel – auch noch etwas zu früh und der Roman überrascht mich mit diesen Aspekten später noch.

Alles in allem ist „Enchantress Amongst Alchemists: Ghost King’s Wife“ ein Roman, der sich zu lesen lohnt.
Wer jetzt Lust bekommen hat, auch einmal reinzuschauen, findet den Webroman auf der Seite von radianttranslations. Aktuell sind bereits über 400 Kapitel übersetzt und die Updates scheinen sehr regelmäßig zu kommen. Man kann also beruhigt damit loslegen, ohne zu lange auf Lesestoff warten zu müssen. 😉