Guardian (series)

Alright, I was agonizing if I should post this in the Chinese bl section or rather in the non-bl Chinese section. Long story short: “Guardian” is a series that is based on the novel of the same name. The novel is totally bl while the series …  met with Chinese censorship. There have been many changes from the source material and one of the biggest is certainly that there is no explicit bl and we’re just stuck with some insinuations and, well, two gorgeous main characters that are so well portrayed by their actors that I … still felt like I was watching a bl series. 😅
So, the Chinese bl section it is. 😉

 

What is the series “Guardian” about?

There have been quite a lot of changes from the novel so I’ll really only tell you what the series is about.
Guardian_Zhao Yunlan_Black Robed Envoy_JusticiarThe basic storyline is still the same, though: There’s the Special Investigation Department, in short SID, that is working on some supernatural cases in Dragon City. Their boss is Zhao Yunlan, the so-called guardian. While he is working on a case at the local university he meets Professor Shen Wei and … well, it feels like sparks are flying but as far as Zhao Yunlan says he just feels that this guy is really familiar.
Somehow, Shen Wei is being connected to nearly all the incoming cases of the SID so those two meet up a lot more and more or less start working together.
All the cases that are occurring recently seem to have another thing in common: They have to do with the four Hallows that are tied to the so-called “Dixing”-people, some sort of mutated alien-race that totally looks human on the outside but has some special abilities. The SID now has to prevent the Dixing-people to get their hands on the Hallows.

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Ten Miles of Peach Blossoms (Eternal Love)

In der Serie, die ich euch heute vorstelle, geht es nicht vorrangig um FuchsdÀmonen. Die beiden weiblichen Hauptrollen sind aber trotzdem welche.

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“Ten Miles of Peach Blossoms” erzĂ€hlt die Geschichte von gleich zwei PĂ€rchen:

Die erste ist die der Göttin Bai Qian, die unter dem Alias “Si Yin” auf Berg Kunlun ausgebildet wird und sich dadurch in den Kampf mit den DĂ€monen verstrickt. So kommt es, dass sie nach einem dieser KĂ€mpfe ohne ihre Erinnerung in der Welt der Menschen landet und sich dort in einen Mann verliebt, was fĂŒr jede Menge Probleme sorgt.

Die zweite Geschichte ist die ihrer Nichte Bai Feng Jiu, die sich ausgerechnet in Donghua Dijun, eine der wichtigsten Personen bei den Göttern, verliebt hat und allerhand anstellt, um ihn irgendwie fĂŒr sich zu gewinnen. Nur leider kommt Dijun aus einem Stein und hat emotional angeblich auch ein wenig Ähnlichkeit mit einem. 😀

 

Meine Bewertung: Sterne-5

“Ten Miles of Peach Blossoms” hat eigentlich alles, was man sich von einer Serie nur wĂŒnschen kann: Eine großartige Welt, gut ausgearbeitete Figuren, Spannung, Romantik und Tragödien. Es ist eine dieser Serien, die einen im einen Moment lachen und im nĂ€chsten weinen lĂ€sst. Mir hat sie jedenfalls einige schlaflose NĂ€chte bereitet, weil ich dem “Nur noch eine Folge”-Syndrom verfallen bin.
Leider hat die Serie einen nicht ganz so schönen Hintergrund. Was genau es damit auf sich hat, verrate ich euch in meinem Beitrag “Wer hat’s erfunden? – Das Problem mit dem Original und wessen Arbeit man unterstĂŒtzen sollte”, damit sich jeder selbst seine Meinung bilden kann.

 

Figuren & Besetzung

Bai Qian: Yang Mi
Ye Hua: Chao Mark
Feng Jiu: Dilmurat Dilraba
Donghua Dijun: Gao Vengo

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Bai Qian und Ye Hua

Fangen wir mal mit den beiden an, um die es hier eigentlich geht: Bai Qian und Ye Hua. 😀
Ja, wo fange ich am besten an? Ye Hua und ich sind uns irgendwie auf dem falschen Fuß begegnet. Ich mochte Si Yins Meister Mo Yuan, auch wenn ich ihn nicht so ganz als potentiellen Partner gesehen habe. Noch viel mehr mochte ich allerdings Li Jing (Zhang Vin) und die ersten Folgen war ich auch fest davon ĂŒberzeugt, dass er der mĂ€nnliche Hautcharakter dieser Serie wĂ€re. Ja. So kann man sich tĂ€uschen. 😀
Dann kam Ye Hua und wenn man Dijun nachsagt, er besĂ€ĂŸe die emotionale Ausdruckskraft eines Steins, dann muss ich leider sagen, dass diese Aussage auf Ye Hua zutrifft. Den Großteil der Serie ĂŒber verzieht er keine Miene und hĂ€lt sich auch damit, seine Gedanken auszusprechen, sehr zurĂŒck.
Auch Bai Qian hat es mir als Figur nicht so ganz angetan. Als Si Yin zeigt sie noch einiges an Humor, als Su Su in der Menschenwelt wirkt sie die meiste Zeit ĂŒberfordert und irgendwie verwirrt, als Bai Qian allerdings kam sie mir meistens desinteressiert vor.

Insgesamt ist die Geschichte der beiden durchaus spannend, sodass ich auch Spaß hatte, die Folgen zu schauen, die sich grĂ¶ĂŸtenteils ihnen widmen. Oft genug fand ich die beiden aber auch anstrengend und gerade Bai Qian bĂŒĂŸt im Verlauf der Serie einiges an Handlungskraft ein, die sie als Si Yin anfangs noch gezeigt hat. Ich hatte irgendwann einfach das GefĂŒhl, dass sie sich zu sehr auf Ye Hua verlĂ€sst.

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Bai Feng Jiu und Donghua Dijun

Das andere PĂ€rchen, Bai Feng Jiu und Donghua Dijun, hat durchaus auch seine Probleme. Feng Jiu hat in meinen Augen schon recht extrem geklammert und Donghua Dijun hat genauso wie Ye Hua ein Kommunikationsproblem. 😀
Die beiden sind aber so sĂŒĂŸ miteinander und es gibt so viele romantische und auch amĂŒsante Momente, dass mir diese Probleme weniger aufgefallen sind als bei Bai Qian und Ye Hua.
Die Geschichte der beiden ist im Übrigen nur von der Romanvorlage inspiriert, stimmt aber nicht damit ĂŒberein, da “To the Sky Kingdom” nur am Rande von den beiden handelt und ihre Geschichte stattdessen in “The Pillow Book” (noch nicht im Englischen veröffentlicht) behandelt wird, dessen Rechte nicht zur Verfilmung erworben wurden.

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Cheng Yu und Si Ming

Abgesehen von den Hauptfiguren gibt es natĂŒrlich auch noch unzĂ€hlige Nebenfiguren. Und hier kommt das, was mir an dieser Serie so gut gefĂ€llt: Auch wenn ich einige der Figuren nicht mag, sind sie alle gut ausgearbeitet. Von jedem habe ich eine sehr genaue Vorstellung und kann jede ihrer Entscheidungen logisch nachvollziehen. Das trifft natĂŒrlich auch auf die Hauptfiguren zu, selbst wenn sie manchmal etwas gefĂŒhlsarm wirken. 😉

Was die Figuren in “Ten Miles of Peach Blossoms” angeht, sind meine Probleme eher der Natur, dass mir die Art einer Figur persönlich nicht so gut gefĂ€llt. Ich mag einfach diese mĂ€nnlichen Figuren nicht, die den ganzen Tag mit demselben Gesichtsausdruck herumrennen und den Mund nicht aufbekommen. 😀
Die Figuren sind aber ausnahmslos logisch und fĂŒr die Serie auch interessant angelegt. Was das angeht, bleiben in dieser Serie keine WĂŒnsche offen. 😉

 

Kulisse, KostĂŒme & Effekte

Ich liebe historische und Fantasy-Serien allein schon wegen zwei Dingen: Der tollen Kulisse und den großartigen KostĂŒmen. Von beidem hat “Ten Miles of Peach Blossoms” mehr als genug. Beides ist nicht ĂŒbertrieben, sondern elegant, aber einfach gehalten.

 

 

Auch die Fffekte, die beispielsweise bei den KĂ€mpfen Anwendung finden, sind einfach gehalten, aber gerade dadurch wirkungsvoll.
Optisch macht die Serie auf jeden Fall etwas her und dabei unterstĂŒtzt der optische Eindruck immer die Geschichte.

 

Soundtrack

Auch der Soundtrack von “Ten Miles of Peach Blossoms” hat es mir angetan. Das Opening und Ending  sind eingĂ€ngig. Hier gefĂ€llt mir das Ending Bracing the Chill (應應) am besten.
Aber auch in den Folgen selbst tauchen immer wieder Songs auf, die man gern hört (fĂŒr mich in genau dieser Reihenfolge 😉 ): Cherished Memory (思慕), Blooming Flowers (çčèŠ±) und ganz besonders Even If There’s No If (氱矗æČĄæœ‰ćŠ‚æžœ), das Feng Jiu und Donghua Dijun begleitet. ♄

In dieser Serie sind mir sogar die instrumentalen StĂŒcke aufgefallen und in guter Erinnerung geblieben, die Feng Jius und Donghua Dijuns Szenen begleiten. Die beiden StĂŒcke machen einfach sofort gute Laune, wenn man sie hört. Genau wie das PĂ€rchen gute Laune macht, wenn man es zusammen sieht. 😉

 

Fazit

“Ten Miles of Peach Blossoms” ist eine Serie, die alles hat: Fantasy, Romance, Humor, Spannung und Intrigen. Auch wenn ich persönlich nicht alle Figuren mochte, hatte ich trotzdem viel Spaß und etliche schlaflose NĂ€chte, weil ich noch schnell eine Folge schauen wollte. 😉

Nicht nur optisch ist die Serie total gelungen. Auch die Handlung enthĂ€lt so viele Wendungen und ist dank gut ausgearbeiteter Haupt- und Nebenfiguren so unterhaltsam, dass man “Ten Miles of Peach Blossoms” durchaus auch zwei- oder dreimal schauen kann, ohne sich zu langweilen.

Wer hat’s erfunden? – Das Problem mit dem Original und wessen Arbeit man unterstĂŒtzen sollte

Heute werde ich euch “Ten Miles of Peach Blossoms” auf meinem Blog vorstellen. Über den Hintergrund dieser Serie gibt es allerdings noch etwas zu sagen, das ich an dieser Stelle zuerst erklĂ€ren möchte, weil ich finde, dass jeder, der die Serie schaut, sich dieser Tatsache bewusst sein sollte.

 

Die Vorlage

Die Serie basiert auf einem Roman von Tang Qi, der als “To the Sky Kingdom” auch ins Englische ĂŒbersetzt wurde. Leider handelt es sich bei diesem Roman scheinbar um ein Plagiat. Das Original soll Dafeng Guaguos “Taohua Zhai” sein, das bereits lĂ€ngere Zeit vor Tang Qis Roman erschien.
Da ich beide Romane nicht im Original gelesen habe, maße ich mir nicht an, sagen zu können, wie Ă€hnlich sich die beiden Werke tatsĂ€chlich sind. Ob es sich tatsĂ€chlich um ein Plagiat handelt oder nicht, kann ohnehin nur ein Gericht entscheiden.
Auf diesem Blog wurde aber ein Teil einer Liste mit Übereinstimmungen ĂŒbersetzt, die doch schon eine recht deutliche Sprache zu sprechen scheinen. Das Ganze beginnt mit relativ allgemeinen Übereinstimmungen wie Titel (den in den seltensten FĂ€llen der Autor selbst festlegen darf, daher kann man das noch ignorieren) oder Genre. Bald schon werden aber mehr und mehr SĂ€tze angefĂŒhrt, die beinahe eins zu eins ĂŒbereinstimmen, und auch die Ähnlichkeiten zwischen den Namen der Figuren sind beachtlich.

Plagiate sind kein Kavaliersdelikt und da es sich hier um einen Verdachtsfall handelt, wĂŒrde ich Tang Qis Buch wohl nicht lesen.
Wohlgemerkt: dieses Buch. Über ihre anderen BĂŒcher ist nichts dergleichen bekannt, also gehe ich entsprechend davon aus, dass es damit keine Probleme geben sollte. TatsĂ€chlich habe ich sogar eines ihrer anderen BĂŒcher gelesen und muss sagen, dass es mir gefallen hat.

 

Die Adaption

Sollte man deshalb auch die Serie, die auf Tang Qis Buch basiert, boykottieren? Ich weiß ganz ehrlich es nicht.
Ich hatte “Ten Miles of Peach Blossoms” bereits gesehen, bevor ich von dem möglichen Plagiat erfahren habe. Die Serie hat mir gefallen und wenn ich sie allein betrachte, hĂ€tte ich auch niemals solche Gedanken.
Die Tatsache, dass ich damit aber indirekt etwas unterstĂŒtze, das ich nicht unterstĂŒtzen möchte, hinterlĂ€sst schon einen schalen Beigeschmack.
Und ja: Man unterstĂŒtzt hier die falsche Person, denn durch die Serie wird man auf Tang Qis Buch, nicht aber auf Dafengs Buch aufmerksam und wenn einer der beiden Autoren mit an der Serie verdient (was ich nicht weiß), wĂ€re es ebenfalls Tang Qi. Es ist sicher kein Zufall, dass Tang Qis Buch offiziell ins Englische ĂŒbersetzt wurde, wĂ€hrend man zu Dafengs Buch ĂŒberhaupt nichts findet.
GĂ€be es dazu eine englische Übersetzung, wĂŒrde ich sie ohne zu zögern kaufen. So hat Dafeng aber keine Chance, zu profitieren. Es ist sogar anzunehmen, dass Dafeng selbst in China nicht davon profitiert, solange nicht immer und immer wieder mit Nachdruck auf das Buch hingewiesen wird.

Gleichzeitig kann fĂŒr dieses Problem aber die Serie nichts und die wurde schon gedreht. Der Regisseur, die Schauspieler, die Filmcrew, der Komponist des Soundtracks und alle, die sonst noch beteiligt waren, haben viel Zeit und MĂŒhe in dieses Projekt investiert und dabei einen großartigen Job gemacht. Das sollte meines Erachtens ebenfalls gewĂŒrdigt werden.

 

GrundsĂ€tzlich denke ich, es ist in Ordnung, die Serie zu schauen. Man sollte die Hintergrundgeschichte aber immer im Kopf behalten und wenn die Sprache auf das “Original” kommt, sollte meines Erachtens auch immer erwĂ€hnt werden, wo das Problem liegt, damit sich jeder selbst seine Meinung bilden kann.