Rückblick zur Themenwoche: Chinesische Filme, die man ganz einfach auf Deutsch/in Deutschland bekommt

Nach den Feiertagen ist die verlängerte Themenwoche zu Chinesischen Filmen, die man einfach auf Deutsch oder hier in Deutschland in den Läden finden kann, nun wirklich zu Ende. Dieses Mal kam sie mir etwas chaotischer vor als sonst, was vermutlich daran lag, dass ich die Filme (abgesehen von Mulan) alle erst taggleich geschaut habe und dann durch die Feiertage doch einiges auf mich zukam, was mich davon abgehalten hat, alles so zu machen, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte.
Trotzdem hatte ich jede Menge Spaß und freue mich, dass ich so viele tolle neue Filme entdecken konnte. Hier nochmal eine kurze Übersicht zur Erinnerung, welche Filme ich geschaut und wie ich sie bewertet habe:

  • „Mojin: The Lost Legend“: Sterne-3b
  • „Die Chroniken des Geistertempels“: Sterne-4b
  • „Was Frauen wirklich wollen“: Sterne-3b
  • „House of Flying Daggers“: Sterne-5
  • „Flying Swords of Dragon Gate“: Sterne-4b
  • „Painted Skin: Die verfluchten Krieger“: Sterne-5
  • „Mulan: Legende einer Kriegerin“: Sterne-5
  • „Dragon Blade: When the eagle meets the Dragon“: Sterne-2b
  • „Tiger & Dragon: Der Beginn einer Legende“: Sterne-5

Ich habe vergangene Woche also ganze 4 neue Highlights gefunden, was immerhin knapp die Hälfte der Filme ist.
Nebenbei sind mit „Painted Skin 2“ und weiteren Adaptionen von „Candle in the Wind“ und den „Liaozhai Zhiyi“ wieder neue Filme auf meiner Wunschliste gelandet, ebenso wie der Soundtrack zu „Tiger & Dragon“.

Außerdem habe ich noch ein paar chinesische Filme bei mir zuhause stehen, die ich auch noch schauen werde. Dummerweise habe ich vergangene Woche allerdings eine Entdeckung gemacht:
Ich wollte euch am Freitag eigentlich „The Mermaid“ vorstellen, einen etwas neueren Film, den ich vor einer Weile ja in Berlin direkt im Laden als schickes Steelbook gefunden hatte. Was oll ich sagen? Ihr habt ja gesehen, dass daraus leider nichts wurde. 😓
Ich habe letzten Freitag nämlich herausgefunden, dass weder mein alter Laptop, noch mein DVD-Player BluRays abspielen kann. (Hätte mir das der Name des Geräts vielleicht sagen sollen? 😂) Ich kann auch nichts dafür, dass mir das erst jetzt auffällt. Die ganzen Jahre über habe ich immer einen Bogen um BluRays gemacht, weil … „Sieht ja doof aus, neben meine ganzen wunderschönen gleich hohen und größtenteils auch gleich breiten (Schuber ausgenommen) DVDs jetzt diese mickrigen BluRay-Hüllen zu stellen.“ Ahem … ja. *hust* Nö, ich bin nicht oberflächlich … Ich habe nur einen Ordnungsdrang. 😅
Ich schaue mich dann mal nach einem günstigen neuen Gerät um und sammle derweil weiter Filme. 😀 Eventuell gibt es dann nächstes Jahr nochmal eine Themenwoche dazu oder vielleicht streue ich sie auch so nach und nach ein. Mal schauen. 😉

 

Alles in allem hatte ich mal wieder eine schöne Themenwoche und nebenbei habe ich auch gleich entschieden, was ich im Januar mache: Kochen. 😎 Mal schauen, was dabei herauskommt … 🙈

Painted Skin: Die verfluchten Krieger

Nachdem ich euch gestern „Flying Swords of Dragon Gate“ vorgestellt habe und meinte, dass ich gern mehr von Yu Huatians Schauspieler Chen Kun sehen würde, ist mir heute prompt die DVD zu „Painted Skin: Die verfluchten Krieger“ in die Hände gefallen. Auch in diesem Film spielt er eine der Hauptrollen, deshalb konnte ich es natürlich nicht lassen, den Film heute gleich zu schauen und euch vorzustellen. 😉

Painted Skin4

Wang Sheng rettet eine Frau namens Xiao Wei, als er gemeinsam mit seinen Soldaten eine Bande Räuber unschädlich macht. Kurz darauf geschehen schreckliche Morde in der Stadt und Wang Shengs Frau Peirong beginnt Xiao Wei zu verdächtigen. Als ihr Mann ihr nicht glaubt, trägt sie ihren Verdacht ausgerechnet an ihre Jugendliebe Pang Yong heran, die kurz zuvor in die Stadt zurückgekehrt ist.

Meine Bewertung: Sterne-5

 

Vorneweg: Auch wenn ich eine Weile gebraucht habe, um in den Film reinzukommen, hat mir gerade die zweite Hälfte so gut gefallen, dass ich ihn genau wie „House of Flying Daggers“ zu meinem Highlights zähle.

Der Film ist eine der vielen Adaption der Liaozhai Zhiyi, was meine Erwartungen gleich in die Höhe geschraubt hat, nachdem „Legend of Nine Tails Fox“ mich schon so begeistert hatte. Tatsächlich war ich auch von dieser Geschichte nicht enttäuscht, obwohl sich der Film inhaltlich natürlich sehr von der Serie unterscheidet. Bei all den Geschichten aus den Liaozhai Zhiyi wäre es vermutlich auch ein Wunder Adaptionen zu finden, die sich bis aufs Haar gleichen.

Was mir an dieser Adaption ganz besonders gefallen hat, waren – eigentlich genau wie bei „Legend of Nine Tails Fox“ – die starken Emotionen, die er transportiert.
Painted Skin7Nachdem ich bei den meisten Filmen diese Woche gesagt habe, dass ich gern mehr über die Figuren gewusst hätte und schon dachte, dass ich einfach wieder Serien schauen sollte, konnte „Painted Skin“ genau hier punkten: Es gibt nicht allzu viele Figuren – wirklich wichtig sind in meinen Augen nur fünf – und die Nebenrollen fügen sich geschickt einfach um die Hauptfiguren herum. Von den Hauptfiguren selbst wird auch nicht so viel gezeigt, aber genügend Schlüsselszenen, um gut nachvollziehen zu können, weshalb die Figuren so fühlen und handeln, wie sie es tun.

  • Wang Sheng: Chen Kun
  • Peirong: Zhao Wei
  • Xiao Wei: Zhou Xun
  • Pang Yong: Donnie Yen
  • Xia Bing: Betty Sun

Painted Skin3Hier hat mir gerade Wang Shengs Frau Peirong gefallen. Von der ersten Szene, in der sie auftaucht, fand ich sie sofort interessant, weil sie es mit einem Blick schafft, den kompletten Gedankengang, den sie in diesem Moment durchmacht, rüberzubringen. Auch im Rest des Films bleibt sie so ausdrucksstark. Von all den Figuren in „Painted Skin“ – von denen einige sicher öfter auftauchen – fand ich ihre Rolle daher am besten. Vielleicht auch, weil sie die größte Veränderung im Laufe des Films durchmacht.

Während auch Wang Sheng und Xiao Wei verschiedene Facetten zeigen, konnte ich mit Pang Yong und der Dämonenjägerin Xia Bing, die später im Film dazukommt, weniger anfangen. Es war für mich okay, sie dabei zu haben, aber mir hätte ohne sie wohl auch nicht allzu viel gefehlt.
Auch das ist aber eines der schönen Dinge an „Painted Skin“: Durch die fünf Hauptfiguren sieht man alle Mal und es ist genügend Abwechslung dabei, dass keine Langeweile aufkommen kann, auch wenn einem eine der Rollen nicht so zusagt.

Neben den Figuren und der Story im Allgemeinen hat mich an diesem Film auch das Drumherum eingenommen. Wie bei „Flying Swords of Dragon Gate“ sind die Kostüme alle eher auf der praktischen Seite, haben mir optisch aber auch gut gefallen. An Kulissen bekommt man hier nicht so viel zu sehen, was es einem gleichzeitig aber auch erleichtert, dem Film zu folgen.
Dieses Mal war es aber eigentlich auch gar nicht die Optik, die es mir angetan hat, sondern der Soundtrack: „Painted Heart“ ist so wunderschön, dass ich den Song auch außerhalb des Films immer wieder hören könnte. Auch wenn ich den Song inhaltlich eigentlich nicht so ganz passend für den Film finde (Wenn ich mir die Übersetzung anschaue, sieht es so aus, als sei Xiao Wei die Hauptfigur, was in meinen Augen definitiv nicht der Fall im Film ist.), kommt die verzweifelte Liebe gut rüber, die sich wie ein roter Faden durch den Film zieht.

Alles in allem ist „Painted Skin“ ein Film, den ich durchaus wieder schauen würde. Die Figuren sind interessant und sorgen für eine spannende und vor allem emotionale Geschichte.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Fortsetzung „Painted Skin 2: The Resurrection“ ausfällt. Lange werde ich wohl nicht damit warten, mir diesen Teil anzusehen.