Shaolin

Heute habe ich das Gefühl, zum ersten mal in dieser Themenwoche rund um chinesische Filme und Serien bei Amazon Prime einen richtigen Glücksgriff gelandet zu haben. Dieses Mal ist mir nämlich der Film „Shaolin“ in die Hände gefallen, der es ziemlich schnell auf meine Highlight-Liste geschafft hat.

Shaolin_Atmosphäre2In China herrschen Krieg und Machtkämpfe. Ganz vorn an sind dabei General Song und General Hou sowie dessen Schützling Cao. Auch die Mönche des Shaolin-Ordens werden in den Machtkampf hineingezogen, während sie doch eigentlich nur der Bevölkerung helfen wollen.

Meine Bewertung: Sterne-5

 

  • General Hou: Andy Lau
  • Yan Xi: Fan Bingbing
  • Cao: Nicholas Tse
  • Jing Hai: Yu Shao Qun
  • Jing Neng: Wu Jacky

 

Ja, wo soll ich anfangen, zu erklären, weshalb mich dieser Film so in seinen Bann gezogen hat?
Normalerweise mag ich keine Filme, in denen der Krieg das Hauptthema ist. Zu dramatisch, zu viel Pathos, irgendwie einfach nicht meins. Ich kann meistens noch drüber hinwegsehen, wenn die Filme irgendwo in alter Zeit spielen, vermutlich deshalb, weil der Abstand dadurch größer wirkt. Entsprechend bin ich grundsätzlich erst einmal skeptisch, wenn die Inhaltsbeschreibung eines Film mit „In Land X herrscht im Jahr 19XX Krieg“.

Trotzdem habe ich mich an Shaolin herangewagt und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film spielt zwar zu Kriegszeiten, aber genau das, was ich sonst an solchen Filmen hasse, kommt nicht (oder zumindest nur in klitzekleinen Mengen) vor.
Stattdessen ist der Film atmosphärisch toll gestaltet, die Figuren und ihre Probleme sind so überzeugend, dass es – wie im wahren Leben – wirklich schwer war zu entscheiden, für welche der Figuren ich nun „sein“ soll. Wer sind hier die Guten? Von den Mönchen mal abgesehen – und selbst die mussten sich die Frage kurzzeitig stellen – ist das gar nicht so leicht zu beantworten. Und genau das liebe ich!
„Shaolin“ zeichnet kein einfaches schwarz-weißes Bild, bei dem man beim ersten Strich schon weiß, wie es am Ende aussehen wird. Stattdessen gibt es Überraschungen mit denen zumindest ich definitiv nicht gerechnet hätte.
Über die Figuren werde ich deshalb dieses Mal auch nichts weiter schreiben, weil ich das Gefühl hätte, damit zu viel vorwegzunehmen, was den Film für mich gerade besonders gemacht hat. 😉

Davon abgesehen gefällt mir der Film auch optisch mal wieder sehr gut: Die Kulissen und Kostüme sind selbstverständlich historisch, nachdem man uns nun schon mal ein genaues Jahr der Handlung angibt. Vermutlich ist das auch der Hauptgrund für die tolle Atmosphäre.

Einen Bonuspunkt bekommt der Film außerdem noch von mir, weil – obwohl das Thema dramatisch ist und man ein wirklich beklemmendes Gefühl gleich am Anfang bekommt – es tatsächlich auch noch Momente gab, in denen ich lachen konnte. Das hat er wohl den Mönchen zu verdanken, die sich zwischendurch entschlossen haben, der Bevölkerung auf eine etwas … unkonventionelle Art zu helfen. Oder ist gerade das die konventionelle Art? 🤔

 

Alles in allem habe ich mit „Shaolin“ diese Woche einen Film entdeckt, der es vom ersten Bild an geschafft hat, mich zu überzeugen. Es fällt mir dieses Mal zugegebenermaßen etwas schwer zu erklären, warum genau mir der Film gefällt. Irgendwie ist es von allem etwas: Die Figurencharakterisierung, die Art der Darstellung, die Dialoge (auch wenn der Film leider mal wieder auf Deutsch und nicht auf Chinesisch ist), die Überraschungen, … „Shaolin“ hat für mich einfach das Gesamtpaket, das einen guten Film ausmacht.
Dementsprechend empfehle ich euch an dieser Stelle einfach nur, ihn euch selbst mal anzuschauen. Ich habe es jedenfalls nicht bereut. 🙂

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