The Legend of Sun Knight

Es ist eine Weile her, dass ich eines meiner Highlights vorgestellt habe. Schlicht und ergreifend, weil ich sie normalerweise reihenweise in den Themenwochen vorstelle und so oft auch nicht auf etwas stoße, dass mir so gut gefällt, dass ich es gleich als Highlight einordnen würde.
Jetzt ist es mir aber wieder gelungen, etwas zu entdecken, das es wirklich verdient hat, als Highlight bezeichnet zu werden. Ganz besonders, weil es einfach völlig anders ist als alles, was ich bisher sonst so auf dem chinesischen Buchmarkt entdeckt habe: „The Legend of Sun Knight“.

 

Zum Inhalt

Zur Kirche des Gotts des Lichts gehören zwölf heilige Ritter, von denen der gesamte Kontinent weiß, wie sie aussehen und welchen Charakter sie haben. Seit 38 Generationen. Klingt unglaubwürdig? Ist es auch!
Grisia Sun – der Sonnenritter und Anführer der zwölf heiligen Ritter – hat goldenes Haar, blaue Augen, ist stets freundlich und in Gedanken natürlich immer beim Gott des Lichts. Sofern er nicht zufälligerweise seine Truppen dazu bringt, mit jemandem abzurechnen, der ihm in die Quere gekommen ist, oder Nekromantie von einem Lich lernt, versteht sich …

 

Zu den Figuren

Der Roman ist (größtenteils jedenfalls) aus Grisia Suns Perspektive geschrieben. Sun ist … nicht ganz so, wie der Kontinent glaubt. 😀 Genau deshalb macht es auch so viel Spaß, diesen Roman zu lesen.
Im einen Moment läuft Sun als Werbetafel der Kirche herum, spricht geschwollen über den Gott des Lichts und lächelt dabei, im nächsten dreht er sich um und steckt knietief in irgendeiner Verschwörung, die er auf recht … unorthodoxe Weise beendet.
Der Wechsel zwischen beidem ist wirklich erfrischend und etwas, das ich so noch nie gelesen habe. Sun ist außerdem nicht die einzige Person in diesem Roman, von der man annehmen könnte, sie hätte eine gespaltene Persönlichkeit.

Einerseits sind da natürlich noch die anderen elf heiligen Ritter, die nach und nach eingeführt werden und größtenteils ebenfalls nicht ganz so sind, wie der gesamte Kontinent glaubt. Da ist zum Beispiel der angeblich gefühllose Eisritter, der es sich in Wahrheit zum Hobby gemacht hat Snacks für die anderen elf heiligen Ritter zu machen, oder der Metallritter, der eigentlich für seine Spitzzüngigkeit bekannt ist, während den Job in Wahrheit der Erdritter viel besser erledigt.
Neben diesen elf gibt es aber noch jede Menge anderer Figuren. Darunter natürlich die Untergebenen der zwölf heiligen Ritter, Mitglieder des Königshauses und anderer Religionen und ein paar alte Freunde.

Was „The Legend of Sun Knight“ zu einem wirklich tollen Roman bzw. einer großartigen Reihe für mich macht, ist, dass die Figuren alle nur nach und nach eingeführt werden, sodass man als Leser nicht gleich von der Vielzahl überfordert ist. Das Ganze ist dabei aber so natürlich, dass es sich perfekt in die Geschichte einfügt und sich diese dadurch ebenfalls langsam entwickelt.

 

Mein Fazit

„The Legend of Sun Knight“ ist eine dieser Reihen, die vor allem durch ihre Figuren lebt. Die vielen verschiedenen Charaktere in ihren unterschiedlichen Rollen und ihre Verbindungen zueinander sind vorrangig das, was diesen Roman interessant und vor allem auch amüsant macht. 😉
Dazu gibt es aber auch eine spannende Handlung, die sich mit jedem der acht Bände zuspitzt und durchaus auch ihre dunklen Seiten hat. Was mir besonders gut gefallen hat: Es gab Momente in der Reihe, in denen ich zu 100% sicher war, ‚Aha! So ist das also!‘. Nur um dann drei Kapitel weiter festzustellen, dass ich total daneben lag. 😀 Hier warten also auch einige Überraschungen auf den Leser.

Die Reihe ist aber auch etwas, das man nur schwer beschreiben kann, sondern vielmehr selbst lesen muss. Ich kann sie jedenfalls nur wärmstens empfehlen. 🙂

 

Meine Bewertung: Sterne-5

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