Tiger & Dragon: Der Beginn einer Legende

Heute möchte ich die verlängerte Themenwoche rund um chinesische Filme, die man auch ganz leicht in Deutschland/auf Deutsch bekommt, mit einem weiteren Highlight beenden: „Tiger & Dragon: Der Beginn einer Legende“.

Tiger & Dragon

Als Li Mu Bai und Yu Xiu Lian nach Beijing reisen, um das Jadeschwert zu übergeben, wird dieses gestohlen. Auf der Suche danach begegnen die beiden Jadefuchs, der Mörderin von Li Mu Bais Meister. Nun setzen die beiden alles daran, um Li Mu Bais Meister zu rächen und das Jadeschwert zurückzuholen, doch gerade letzteres gestaltet sich überraschend schwierig.

Meine Bewertung: Sterne-5

 

Wo genau soll ich bei diesem Film nur anfangen?
Mein erster Eindruck des Films war tatsächlich nicht ganz so gut. Er wirkte etwas altbacken, was mir als jemandem, der viel Wert auf Optik legt, natürlich nicht ganz so gefällt. Anfangs wirkte es außerdem, als würde der Film sehr lange brauchen, bis er in die Gänge kommt. Die ersten Szenen waren jedenfalls sehr ruhig und ich stellte mich vorsichtshalber schon mal auf eine Geschichte ein, die etwas zäh werden könnte.

Dann allerdings kam alles ganz anders: Nachdem ich durch den langsamen Einstieg erst einmal Zeit hatte, die Figuren kennenzulernen, ging die Geschichte sofort los und ließ auch bis zum Ende nicht mehr nach.

  • Li Mu Bai: Chow Yun Fat
  • Yu Xiu Lian: Michelle Yeoh
  • Yu Jiao Long: Zhang Ziyi
  • Luo Xiao Hu: Chang Chen
Tiger & Dragon9

Yu Jiao Long (links) und Luo Xiao Hu (rechts)

Wieder einmal sind es in diesem Film gerade die Figuren, die ihn für mich sehenswert machen. Gerade das langsame Kennenlernen war es, das mir die Charaktere nach und nach nähergebracht hat und so schließlich dafür gesorgt hat, dass ich die ganze Geschichte über mit Spannung dabei war.

Natürlich tut in diesem Film auch die Geschichte an sich das ihre dazu, dass ich dabei geblieben bin:

Tiger & Dragon2

Yu Xiu Liang

Einerseits hat man hier die Geschichte um den Raub des Schwertes, doch dahinter steht die Geschichte um Jadefuchs und Li Mu Bais Meister, die Geschichte von Li Mu Bai und Yu Xiu Liang, genauso wie die Geschichte von Yu Jiao Long und Luo Xiao Hu. All diese Geschichten hinter der Hauptgeschichte (und mit ihnen selbstverständlich auch die Figuren) machen sie viel komplexer und tragen zu den Emotionen dabei, die in diesem Film in meinen Augen wieder einmal sehr gut zur Geltung kamen.
Außerdem schafft „Tiger & Dragon“ es, diese Hintergrundgeschichten so kurz anzureißen oder zu erzählen, dass ich erstaunlicherweise einmal nicht das Gefühl hatte „Hier brauche ich mehr!“ Stattdessen hatte ich den gesamten Film über das Gefühl genug zu wissen und konnte mich so immer auf den Teil der Geschichte konzentrieren, um den es gerade ging.

Ein weiterer Punkt, der mir ebenfalls positiv aufgefallen ist: Der Soundtrack. Der Film ist eher historisch und dazu passt auch die Musik wunderbar: Die Stücke sind eher einfach gehalten, sodass sie nicht vom Inhalt ablenken, sondern stattdessen die Atmosphäre unterstützen.
Dieser Soundtrack ist auf jeden Fall etwas, das ich mir erst einmal auf meine Wunschliste schreibe, denn man kann ihn ganz sicher auch außerhalb des Films sehr gut hören.

 

Mein Fazit

„Tiger & Dragon: Der Beginn einer Legende“ ist ein Film, der mich eigentlich an allen Fronten überzeugt hat. Abgesehen von der etwas alt anmutenden Optik (Der Film ist wohl von 2000, also verzeihe ich ihm das sehr gern. 😉 ), gibt es wirklich nichts, das ich bekritteln könnte: Der Soundtrack klingt wundervoll, die Charaktere sind fantastisch dargestellt, die Geschichte hat Spannung und Emotionen …
Kurzum: Wer gern chinesische Filme oder überhaupt gute Filme schaut, sollte sich „Tiger & Dragon“ unbedingt ansehen! Ganz besonders dann, wenn er auf plastische Figuren und eine komplexe Geschichte wert legt. Für mich hat der Film auf alle Fälle Wiederholungspotential!

4 Kommentare zu “Tiger & Dragon: Der Beginn einer Legende

  1. Hihi, altbacken ist gut. Als ich den Film damals zum ersten Mal gesehen habe (2001 oder so), war ich ziemlich beeindruckt. Ich meine auch, dass der Film das Genre maßgeblich geprägt hat, was das Visuelle angeht. Jetzt würde mich direkt interessieren, wie ich das heute sehen würde. Ob er mir im Vergleich zu den neueren Filmen auch optisch altbacken vorkommt?

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    • Womöglich. Es sind halt mittlerweile doch fast 18 Jahre vergangen. Hätte sich da nichts verändert, wäre es etwas merkwürdig. 😉
      Ich kann mich auf jeden Fall nur wiederholen: Ihn sich nochmal anzuschauen, lohnt definitiv. Gerade wenn schon viel Zeit zwischen liegt. Erzählerisch ist er für mich jedenfalls großartig.

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      • Ja, schon krass wie die Zeit verfliegt. Für mich gehörte der Film immer zu den „neueren“, dabei ist er inzwischen echt alt (oder ich?). Vielleicht schaue ich wirklich noch mal rein. An allzu viel kann ich mich eh nicht mehr erinnern und Chow Yun-Fat geht immer 😀

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