Dragon Blade: When the eagle meets the dragon

Am ersten Zusatztag der Themenwoche habe ich für euch „Dragon Blade: When the eagle meets the dragon“ geschaut. Wie es leider so ist: Man kann nicht immer Glück haben. Nachdem ich in er Hauptwoche mehrere wirklich tolle Filme gesehen habe, war ich diesmal weniger überzeugt.

Dragon Blade6

Huo An hat seit seiner Kindheit den Traum, Frieden über die Seidenstraße zu bringen und alle Völker dort als Freunde vereint zu sehen. Nach Jahren der Mühe geht dann jedoch etwas schief und Huo An und seine Männer werden als Sklaven dazu verdonnert, beim Wiederaufbau einer alten Festung mitzumachen. Genau dann greifen die Römer an, doch Huo An kann ein Unglück abwenden und verbündet sich sogar mit Lucius.

Meine Bewertung: Sterne-2b

Ich habe wirklich eine Weile überlegt, ob ich dem Film wirklich nur zwei Sterne geben sollte oder doch lieber noch drei. Ich will nicht wirklich behaupten, dass der Film schlecht ist. Er hat gute Kampfszenen, sieht nett aus, ist auch recht realistisch (Abgesehen davon, dass Römer und Parther Englisch sprechen, während die Völker der Seidenstraße ihre eigenen Sprachen haben und untereinander Chinesisch reden. :p ) und hat durchaus auch seine emotionalen Momente.
Dragon Blade8Es gab aber auch ein gravierendes Problem: Ich fand ihn langweilig. So gähnend langweilig sogar, dass ich etwas getan habe, was ich sonst nie mache und nebenbei den Roman weitergelesen habe, den ich neulich angefangen habe. Das Schlimmste dabei ist, dass mir im Film derweil nicht mal etwas entgangen ist.

Vielleicht bestand das Problem zum Teil auch darin, dass der Film halb auf Englisch und halb auf Chinesisch war. Das macht zwar durchaus Sinn, ich habe es aber doch als etwas störend beim Schauen empfunden.

Nicht weniger hilfreich ist die Tatsache, dass die Handlung super langsam voranschreitet. Erst nach etwa einem Viertel des Films kam das erste Mal so etwas wie Spannung auf, die aber schnell wieder vorbei war und Bildern vom Bauen einer Stadt wichen. Einer schönen Stadt, aber Dramatik sieht anders aus. Dazu gab es dann noch den Aufbau einer scheinbar innigen Männerfreundschaft mit leichten Kommunikationsbarrieren, die wirklich tiefgreifende Diskussionen verhindert haben (etwas, das ich persönlich sehr an Filmen schätze, also, die Diskussionen …).
Wirkliche Spannung kam für mich eigentlich erst in der letzten halben Stunde auf und die bestand zum Großteil eigentlich auch nur aus Kämpfen … die mir zu allem Überfluss auch noch als etwas zu aufgesetzt vorkamen.
So leid es mir tut, aber von wenigen Momenten abgesehen, kann ich den Film einfach nicht als emotional tiefgehend ansehen.

Um noch etwas Positives zu sagen: Ich mochte die Musik ganz gern. Also, die chinesische Musik wie das „Lied des Friedens“. Die römische verstehe ich ebenfalls (auch wenn sie persönlich nicht so meins ist), aber die Oper von Mozart am Anfang … Ah, lassen wir das lieber.

„Dragon Blade: Where the eagle meets the dragon“ ist ein Film, der mich schlicht und ergreifend nicht überzeugen konnte. Die einzigen guten Punkte, die ich erkennen kann, sind eine tolle Optik und nette Musik. Die Geschichte, die der Film erzählt, hat mich allerdings gelangweilt. Hier hat mir einfach Tiefe gefehlt, mehr zu den Figuren, mehr Dramatik, mehr sinnvolle Handlung.
Würde man die (in meinen Augen komplett sinnfreie) Rahmenhandlung herausschneiden, innerhalb des Films noch einige Längen kürzen (ein paar kurze Bilder Stadtaufbau würden mir z.B. reichen, das brauche ich nicht öfter und nicht länger), dann fände ich den Film gar nicht schlecht. Mir hätte schlicht und ergreifend die Hälfte des Films gereicht.
Ich denke aber, wer sich eventuell neben China auch noch für das Römische Reich, die Seidenstraße oder ganz allgemein für Geschichte interessiert, könnte diesen Film gut finden. Allen anderen würde ich allerdings nicht zu „Dragon Blade“ raten.

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