Flying Swords of Dragon Gate

Nachdem ich euch gestern in der Themenwoche „House of Flying Daggers“ vorgestellt habe, geht es heute mit „Flying Swords of Dragon Gate“ weiter. Einem Film, der ebenfalls eher historisch anmutet.

Flying Swords of Dragon Gate2

Zhao Huaian hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die Gerechtigkeit zu kämpfen und kommt dabei auch Inspektor Yu Huantian in die Quere, mit dem er bereits öfter aneinander geraten ist. Die Lage spitzt sich zu, als er herausfindet, dass dieser eine Frau verfolgen lässt, die aus dem Palast des Kaisers geflohen zu sein scheint. Ihr Weg führt alle Beteiligten zum Drachentor.

Meine Bewertung: Sterne-4b

 

Auch „Flying Swords of Dragon Gate“ ist ein Film, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Hier findet sich wieder eine spannende und schön gestaltete Geschichte, die ich mir gern angesehen habe. Wenn ich den Film allerdings mit „House of Flying Daggers“ vergleiche, muss ich doch sagen, dass mir letzterer eine SPur besser gefallen hat.
Der Grund hierfür sind vermutlich die Figuren:

  • Zhao Huaian: Jet Li
  • Ling Yanqiu: Zhou Xun
  • Yu Huatian: Chen Kun

Flying Swords of Dragon Gate7Sowohl Zhao Huaian, als auch Yu Huatian und Ling Yanqiu sind interessante Figuren, die durchaus das Potential haben, eine Geschichte aufzubauen. Gerade Zhao Huaian und Ling Yanqiu, denen man eine Hintergrundgeschichte und ein paar Konflikte anmerkt, haben mir hier auch sehr gut gefallen.
Flying Swords of Dragon Gate6Yu Huatian als ihr Gegenspieler allerdings war zwar grundsätzlich toll anzusehen, war mir als Figur aber nicht ganz tief genug. Ich bin tatsächlich nicht ganz sicher, was in diesem Film eigentlich sein Ziel war. Also, sein großes Ziel und nicht nur, Zhao Huaian zu töten. 😀 Ich muss ihm allerdings lassen, dass er trotz dieser in meinen Augen fehlenden Motivation eine tolle Darbietung geliefert hat. Tatsächlich fand ich ihn so gut, dass ich mir ein paar mehr Szenen mit ihm gewünscht hätte und jetzt sofort nachsehen möchte, in welchen Filmen der Schauspieler noch dabei ist, damit ich mir die auch gleich noch ansehen kann. 😀

Von diesen drei Figuren abgesehen gab es außerdem zig Nebenfiguren, deren Namen ich auch am Ende des Films nicht kenne, ganz zu schweigen davon, dass ich ihnen großartige Charakterzüge oder irgendeine Geschichte zuordnen könnte. Tatsächlich fiel es mir bis etwa zur Hälfte des Films schwer, mir zusammenzureimen, wer zu wem gehört, wo sich wer befindet, und wie all das zusammenhängt, was mir dort gezeigt wird.

Die Charaktere finde ich also eher durchwachsen, trotzdem schafft der Film es, mir die Geschichte glaubhaft zu machen und mich dran bleiben zu lassen. Eventuell erwarte ich, was Figuren angeht, auch einfach zu viel, weil ich in letzter Zeit vor allem Serien gesehen habe, in denen natürlich viel mehr Raum für Charakterisierung und Hintergrundgeschichten bleibt.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, sind die Kulissen. Die Landschaften, durch die die einzelnen Figurengruppen reisen, haben es mir sofort angetan.

Auch die Kostüme empfand ich – von einigen Ausnahmen abgesehen – wirklich passend. Sie sind nicht wirklich ausgefallen, sondern eher praktisch, aber gerade dadurch auch glaubhaft.
Insbesondere, da der Film durchaus auch seine Martial Arts-Szenen hat, bei denen ich mich in manch anderen Filmen schon frage, ob andere Kleidung nicht angebrachter gewesen wäre. 😀
Was das angeht, fand ich „Flying Swords of Dragon Gate“ im Übrigen etwas … sehr weit hergeholt. Natürlich erwartet niemand bei den Martial Arts in Filmen Realismus, aber bei diesem Film empfand ich es ab und an doch als arg übertrieben. (Nein, ich glaube nicht daran, dass zwei Schwertkämpfer in einen Wirbelsturm rennen, dabei irgendwie in einem davon fliegenden Haus landen, und versuchen weiterzukämpfen.) Aber na ja, Yu Huatian sieht gut dabei aus, also warum sollte ich mich beschweren? 😀

Alles in allem ist „“Flying Swords of Dragon Gate“ für mich ein spannender Film, den ich durchaus auch wieder mal zur Hand nehmen würde. Ich hätte mir zwar an der ein oder anderen Stelle etwas mehr zu einzelnen Figuren gewünscht und dafür lieber auf die ein oder andere Nebenfigur verzichtet, aber das tut der Geschichte an sich keinen Abbruch.
Zusammen mit schönen Kulissen und Kostümen (Hätte es nicht auf der DVD-Hülle gestanden, hätte ich aber niemals gedacht, dass der Film aus dem Jahr 2011 ist. Ich hatte das Gefühl, etwas wesentlich Älteres vor mir zu haben. Aber vielleicht ist auch einfach meine Hardware schlecht? *grübel* Dasselbe Gefühl hatte ich bei „House of Flying Daggers“ auch schon, aber der ist zumindest von 2003, was gefühlt ja schon eine Ewigkeit zurückliegt.), sowie – wie ich finde – charismatischen Schauspielern schafft der Film es so zwar nicht ganz unter meine Highlights, ist aber trotzdem etwas, das ich weiterempfehlen würde.

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