Die Höhle der Tiere

Bei mir war heute privat die Hölle los, deshalb kommt der heutige Beitrag für den Märchenmontag verhältnismäßig spät. 🙈
Das Märchen, das ich euch heute vorstellen möchte, kommt mal wieder aus Richard Wilhelms Märchensammlung und ist eines, das ein bisschen an Hänsel und Gretel erinnert. 😉

 

Zum Inhalt

Eine Familie hat sieben Töchter, die es doch tatsächlich wagen, die Wildenteneier zu essen, die ihr Vater für sich und seine Frau mitgebracht hatte. Zur Strafe will er die Mädchen in die Berge bringen, wo sie von den Wölfen gefressen werden sollen.
Die ältesten Töchter bemerken seinen Plan, doch die beiden jüngsten folgen ihm tatsächlich. Nachdem er sie aussetzt, stoßen die beiden auf eine Höhle mit einem Schatz, in der ein Fuchs und ein Wolf leben. Die beiden Tiere legen sich in zwei Kessel über der Glut, die vom Feuer übrig ist, weil es dort warm ist. Die Mädchen decken die Kessel anschließend zu und machen Feuer.
Nach einigen Tagen bereut ihr Vater sie ausgesetzt zu haben, und kommt sie suchen. Tatsächlich findet er sie auch in der Höhle und nimmt sie – mit Schatz – nach Hause, wo alle glücklich und zufrieden weiterleben.

 

Meine Meinung

Ich bin nicht so ganz sicher, was ich von „Die Höhle der Tiere“ halten soll. Wie anfangs schon angedeutet, erinnert es mich etwas an Hänsel und Gretel, allerdings mit dem Unterschied, dass die Familiensituation der sieben Schwestern wesentlich übler aussieht. 😶
Das ist auch, was mich etwas an diesem Märchen schockiert. Mal davon abgesehen, dass man seine Kinder nicht aussetzen sollte, ist es eine Frechheit, sie dafür aussetzen zu wollen, dass sie die frisch heim gebrachten Wildenteneier gegessen haben. Noch dreister finde ich ja, dass der Vater nach ein paar Tagen ein schlechtes Gewissen bekommt und dann so getan wird, als wäre nichts passiert. Was wäre gewesen, wenn die beiden Töchter bereits tot gewesen wären?
Ich weiß, es ist nur ein Märchen, aber die zugrundeliegende Geschichte fand ich doch etwas … gewöhnungsbedürftig. Auch die Figuren gaben hier nicht so viel her, dass ich das Märchen als wirklich interessant beschreiben könnte. Hier verpasst man meiner Meinung nach also nicht viel, wenn man einfach weiterblättert.

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