History’s Number 1 Founder

Als heutiges Highlight möchte ich euch mal wieder einen Roman vorstellen: „History’s Number 1 Founder„, ein Roman, der ein bisschen mit meinen Gefühlen spielt und bei dem ich jetzt schon anfange zu rechnen, wie lange ich noch warten muss, bis das letzte Kapitel wohl übersetzt wird. 😀

 

Zum Inhalt

Lin Feng landet mit einem System im Kopf in einer fremden Welt und bekommt die Aufgabe, die weltbeste Bruderschaft ins Leben zu rufen. Seine erste Teilaufgabe: Vier passende Schüler zu finden und das innerhalb eines Jahres, sonst wird er eliminiert.
Sein Problem: Er hat gerade erst seinen eigenen Weg als Daoist begonnen. Wie soll er Schüler ausbilden?

 

Zu den Figuren

Die Figuren sind genau das, was „History’s Number 1 Founder“ zu meinem Highlight macht. Oder besser gesagt: Lin Feng macht diesen Roman zu meinem Highlight.
Ohne irgendeine Ahnung zu haben, macht er sich an die Aufgabe, so zu tun, als sei er ein weiser Meister, um so nicht nur seine Schüler über den Tisch zu ziehen, sondern auch alle anderen. Überraschenderweise gelingt ihm das so gut, dass ich – obwohl ich als Leserin oft genug lesen kann, was er eigentlich denkt, und die Wahrheit kenne – selbst oft genug geglaubt habe, dass er wirklich der weise Meister ist, als der er sich ausgibt. 😀
Beim Lesen schwanke ich immer wieder zwischen lachend am Boden herumrollen und vor seinen Einsichten über das Universum niederknien wollen.
Der Autor schafft es einfach, Lin Feng in jeder seiner vielen Formen glaubhaft darzustellen.

Auch die anderen Figuren, zu denen vorrangig natürlich Lin Fengs Schüler Xiao Yan, Zhu Yi, Wang Lin und Xiao Budian zählen, haben es in sich: Jeder von ihnen kommt mit eigenen Stärken und Schwächen und seinem eigenen Charakter. Das Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf Lin Feng.
Auch was die Antagonisten angeht, hat „History’s Number 1 Founder“ viele gute Punkte. Natürlich gibt es auch hier die Idioten, die sich für etwas Besseres halten und deshalb an die falsche Tür klopfen. Sie sind aber oft nur der Auftakt zu einer Reihe weiterer Begegnungen, die immer wieder Spannung in die Geschichte bringen und letztlich auch mit Lin Fengs großer Aufgabe zu tun haben.
Alles wirkt einfach gut miteinander verknüpft und manche Ereignisse werden durchaus auch mal nach hundert Kapiteln wieder aufgegriffen, um zu neuen Verwicklungen zu führen.

 

Mein Fazit

„History’s Number 1 Founder“ ist ein Roman, der mir auf den ersten Blick unscheinbar vorkam. Die Beschreibung klang okay, aber mehr auch nicht. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, fand ich die Geschichte allerdings spannend und mittlerweile fasziniert sie mich mit jedem weiteren Kapitel mehr.

Ihren Reiz macht vor allem Lin Fengs Anfangssituation aus, in der seine einzige zuverlässige Fähigkeit seine Schauspielkunst ist. 😀 Mit Intelligenz und – zugegebenermaßen auch ein wenig Glück – schlägt er sich aber durch und lernt auch auf seinem Weg als Daoist dazu.

Das einzige Manko – das auch in den Leserkommentaren immer wieder angemerkt wird – sind ein paar Probleme in der Übersetzung wie zum Beispiel dass die Namen für einige Techniken einfach mitten im Roman ohne Ankündigung geändert werden. So ist auch ein bisschen Kombinationsgeschick seitens des Lesers gefragt, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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