My Disciple Died Yet Again

Passend zu meiner guten Laune (nach dem Gutachten kam heute nämlich die offizielle Bestätigung, dass ich mein Studium bestanden habe ♥) möchte ich euch heute einen Roman als mein Highlight vorstellen, bei dem die bloße Ankündigung eines neuen Kapitels Begeisterung bei mir auslöst: „My Disciple Died Yet Again“ von You Qian. 😉

Übersetzt wird der Roman unter http://scrya.org/my-disciple-died-yet-again/, wo die fertig übersetzten Handlungsstränge auch zum offline Lesen heruntergeladen werden können.

 

Zum Inhalt

Zhu Yao arbeitet in der Gamebranche und wird eines Tages von einem Freund gebeten, ihm dabei zu helfen, Bugs (also Fehler) in seinem Spiel zu finden und zu beheben. Kaum hat sie zugesagt, findet sie sich in einer fremden Welt wieder. Dort wird sie wenig später von Daoist Yu Yan aufgegriffen und wird dessen Schülerin. Während ihrer Ausbildung trifft sie auf einen der Bugs, beseitigt ihn und … stirbt.
Kurz darauf wacht sie jedoch in einem neuen Körper wieder auf, wird von ihrem Meister Yu Yan gefunden und beginnt ihre Ausbildung erneut. Nur um auf den nächsten Bug zu treffen …

 

Zu den Figuren

Erzählt wird „My Disciple Died Yet Again“ paradoxerweise nicht von Yu Yan, sondern von Zhu Yao.

Ihr Meister Yu Yan ist der typische männliche Protagonist (ja, ab und an ist die Geschichte auch etwas romantisch 😉 ), dem man am Gesicht keine Regung ablesen kann. Dazu kommt aber noch eine Komplikation: Yu Yan ist in der Bruderschaft aufgewachsen und hat quasi nie etwas anderes erlebt. Entsprechend merkwürdig reagiert er auf diverse Gegebenheiten. Denkt jedenfalls Zhu Yao. Zhu Yao als moderner Mensch in einer fremden Welt reagiert in Yu Yans Augen allerdings genauso seltsam. So sind natürlich die absurdesten Missverständnisse vorprogrammiert.

Neben Zhu Yao und Yu Yan gibt es aber noch jede Menge anderer Figuren, die über den Webroman hinweg immer wieder eine Rolle spielen. Darunter beispielsweise andere Daoisten aus Yu Yans und Zhu Yaos Bruderschaft, dämonische Tiere und sogar Götter und Dämonen.
Bei all diesen Figuren hatte ich das Gefühl, dass sie dreidimensional sind und trotz der Menge an Figuren, die sich innerhalb von mittlerweile sieben Handlungssträngen angesammelt haben, sehr unterschiedliche Charaktere aufweisen. Auch dadurch macht jede neue Begegnung von Zhu Yao Spaß.

 

Fazit

„My Disciple Died Yet Again“ ist ein Roman, der es in keinem Kapitel verpasst, eine überraschende Wendung, ein amüsantes Gespräch oder eine interessante Begegnung anzubringen. Ab und an schlägt er auch mal ernstere Töne an, die meiste Zeit aber bin ich vor Lachen auf dem Boden hin und her gerollt. 😀
Das liegt zum einen an den Figuren, von denen gerade Zhu Yao einen unverwechselbaren Sinn für Humor hat, und zum anderen an den wirklich unkonventionellen Ideen der Autorin. Allein Zhu Yaos Wiedergeburten fand ich kreativer als manch andere Romane in ihrer Gesamtheit. 😀

Der Roman ist aber nicht nur lustig, sondern besitzt auch einen gut durchdachten Plot: Die einzelnen Handlungsstränge, die anfangs noch völlig willkürlich aussehen, werden nach und nach miteinander verknüpft. Geheimnisse werden aufgedeckt und sorgen für immer wieder neue Überraschungen und Aha-Momente.

Alles in allem hat mich „My Disciple Died Yet Again“ amüsiert, mir aber auch eine spannende Lesezeit beschert. Ich kann den Roman also jedem empfehlen, der ein Buch mit spannendem Plot sucht, das neue Wege beschreitet und dabei auch noch lustig ist.

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