Ten Miles of Peach Blossoms (Eternal Love)

In der Serie, die ich euch heute vorstelle, geht es nicht vorrangig um Fuchsdämonen. Die beiden weiblichen Hauptrollen sind aber trotzdem welche.

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„Ten Miles of Peach Blossoms“ erzählt die Geschichte von gleich zwei Pärchen:

Die erste ist die der Göttin Bai Qian, die unter dem Alias „Si Yin“ auf Berg Kunlun ausgebildet wird und sich dadurch in den Kampf mit den Dämonen verstrickt. So kommt es, dass sie nach einem dieser Kämpfe ohne ihre Erinnerung in der Welt der Menschen landet und sich dort in einen Mann verliebt, was für jede Menge Probleme sorgt.

Die zweite Geschichte ist die ihrer Nichte Bai Feng Jiu, die sich ausgerechnet in Donghua Dijun, eine der wichtigsten Personen bei den Göttern, verliebt hat und allerhand anstellt, um ihn irgendwie für sich zu gewinnen. Nur leider kommt Dijun aus einem Stein und hat emotional angeblich auch ein wenig Ähnlichkeit mit einem. 😀

 

Meine Bewertung: Sterne-5

„Ten Miles of Peach Blossoms“ hat eigentlich alles, was man sich von einer Serie nur wünschen kann: Eine großartige Welt, gut ausgearbeitete Figuren, Spannung, Romantik und Tragödien. Es ist eine dieser Serien, die einen im einen Moment lachen und im nächsten weinen lässt. Mir hat sie jedenfalls einige schlaflose Nächte bereitet, weil ich dem „Nur noch eine Folge“-Syndrom verfallen bin.
Leider hat die Serie einen nicht ganz so schönen Hintergrund. Was genau es damit auf sich hat, verrate ich euch in meinem Beitrag „Wer hat’s erfunden? – Das Problem mit dem Original und wessen Arbeit man unterstützen sollte“, damit sich jeder selbst seine Meinung bilden kann.

 

Figuren & Besetzung

Bai Qian: Yang Mi
Ye Hua: Chao Mark
Feng Jiu: Dilmurat Dilraba
Donghua Dijun: Gao Vengo

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Bai Qian und Ye Hua

Fangen wir mal mit den beiden an, um die es hier eigentlich geht: Bai Qian und Ye Hua. 😀
Ja, wo fange ich am besten an? Ye Hua und ich sind uns irgendwie auf dem falschen Fuß begegnet. Ich mochte Si Yins Meister Mo Yuan, auch wenn ich ihn nicht so ganz als potentiellen Partner gesehen habe. Noch viel mehr mochte ich allerdings Li Jing (Zhang Vin) und die ersten Folgen war ich auch fest davon überzeugt, dass er der männliche Hautcharakter dieser Serie wäre. Ja. So kann man sich täuschen. 😀
Dann kam Ye Hua und wenn man Dijun nachsagt, er besäße die emotionale Ausdruckskraft eines Steins, dann muss ich leider sagen, dass diese Aussage auf Ye Hua zutrifft. Den Großteil der Serie über verzieht er keine Miene und hält sich auch damit, seine Gedanken auszusprechen, sehr zurück.
Auch Bai Qian hat es mir als Figur nicht so ganz angetan. Als Si Yin zeigt sie noch einiges an Humor, als Su Su in der Menschenwelt wirkt sie die meiste Zeit überfordert und irgendwie verwirrt, als Bai Qian allerdings kam sie mir meistens desinteressiert vor.

Insgesamt ist die Geschichte der beiden durchaus spannend, sodass ich auch Spaß hatte, die Folgen zu schauen, die sich größtenteils ihnen widmen. Oft genug fand ich die beiden aber auch anstrengend und gerade Bai Qian büßt im Verlauf der Serie einiges an Handlungskraft ein, die sie als Si Yin anfangs noch gezeigt hat. Ich hatte irgendwann einfach das Gefühl, dass sie sich zu sehr auf Ye Hua verlässt.

3L3W_Fengjiu und Dijun

Bai Feng Jiu und Donghua Dijun

Das andere Pärchen, Bai Feng Jiu und Donghua Dijun, hat durchaus auch seine Probleme. Feng Jiu hat in meinen Augen schon recht extrem geklammert und Donghua Dijun hat genauso wie Ye Hua ein Kommunikationsproblem. 😀
Die beiden sind aber so süß miteinander und es gibt so viele romantische und auch amüsante Momente, dass mir diese Probleme weniger aufgefallen sind als bei Bai Qian und Ye Hua.
Die Geschichte der beiden ist im Übrigen nur von der Romanvorlage inspiriert, stimmt aber nicht damit überein, da „To the Sky Kingdom“ nur am Rande von den beiden handelt und ihre Geschichte stattdessen in „The Pillow Book“ (noch nicht im Englischen veröffentlicht) behandelt wird, dessen Rechte nicht zur Verfilmung erworben wurden.

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Cheng Yu und Si Ming

Abgesehen von den Hauptfiguren gibt es natürlich auch noch unzählige Nebenfiguren. Und hier kommt das, was mir an dieser Serie so gut gefällt: Auch wenn ich einige der Figuren nicht mag, sind sie alle gut ausgearbeitet. Von jedem habe ich eine sehr genaue Vorstellung und kann jede ihrer Entscheidungen logisch nachvollziehen. Das trifft natürlich auch auf die Hauptfiguren zu, selbst wenn sie manchmal etwas gefühlsarm wirken. 😉

Was die Figuren in „Ten Miles of Peach Blossoms“ angeht, sind meine Probleme eher der Natur, dass mir die Art einer Figur persönlich nicht so gut gefällt. Ich mag einfach diese männlichen Figuren nicht, die den ganzen Tag mit demselben Gesichtsausdruck herumrennen und den Mund nicht aufbekommen. 😀
Die Figuren sind aber ausnahmslos logisch und für die Serie auch interessant angelegt. Was das angeht, bleiben in dieser Serie keine Wünsche offen. 😉

 

Kulisse, Kostüme & Effekte

Ich liebe historische und Fantasy-Serien allein schon wegen zwei Dingen: Der tollen Kulisse und den großartigen Kostümen. Von beidem hat „Ten Miles of Peach Blossoms“ mehr als genug. Beides ist nicht übertrieben, sondern elegant, aber einfach gehalten.

 

Auch die Fffekte, die beispielsweise bei den Kämpfen Anwendung finden, sind einfach gehalten, aber gerade dadurch wirkungsvoll.
Optisch macht die Serie auf jeden Fall etwas her und dabei unterstützt der optische Eindruck immer die Geschichte.

 

Soundtrack

Auch der Soundtrack von „Ten Miles of Peach Blossoms“ hat es mir angetan. Das Opening und Ending  sind eingängig. Hier gefällt mir das Ending Bracing the Chill (凉凉) am besten.
Aber auch in den Folgen selbst tauchen immer wieder Songs auf, die man gern hört (für mich in genau dieser Reihenfolge 😉 ): Cherished Memory (思慕), Blooming Flowers (繁花) und ganz besonders Even If There’s No If (就算没有如果), das Feng Jiu und Donghua Dijun begleitet. ♥

In dieser Serie sind mir sogar die instrumentalen Stücke aufgefallen und in guter Erinnerung geblieben, die Feng Jius und Donghua Dijuns Szenen begleiten. Die beiden Stücke machen einfach sofort gute Laune, wenn man sie hört. Genau wie das Pärchen gute Laune macht, wenn man es zusammen sieht. 😉

 

Fazit

„Ten Miles of Peach Blossoms“ ist eine Serie, die alles hat: Fantasy, Romance, Humor, Spannung und Intrigen. Auch wenn ich persönlich nicht alle Figuren mochte, hatte ich trotzdem viel Spaß und etliche schlaflose Nächte, weil ich noch schnell eine Folge schauen wollte. 😉

Nicht nur optisch ist die Serie total gelungen. Auch die Handlung enthält so viele Wendungen und ist dank gut ausgearbeiteter Haupt- und Nebenfiguren so unterhaltsam, dass man „Ten Miles of Peach Blossoms“ durchaus auch zwei- oder dreimal schauen kann, ohne sich zu langweilen.

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